Zwangsstörungen

Zwangsstörungen im neurofunktionellen Zusammenhang

Zwangsstörungen gehören zu den Angststörungen und sind gekennzeichnet durch Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Es entstehen nicht kontrollierte repetitive Gedanken bzw. Obsessionen, die sich in den Vordergrund drängen und dabei Angst auslösen. Inhalte können Ordnungszwang mit Zwang zur Gleichförmigkeit und pedantische Akribie sein. Jedoch ebenso obsessive, religiöse oder andere reflexartig aufdrängende angstauslösende Bilder oder Impulse. Mit Neurofeedback lassen sich Zwangsstörung erfolgreich therapieren. Erfahren Sie hier mehr über unsere therapeutischen Ansätze.

Bild Händewaschen im Rahmen einer Zwangsstörung / Waschzwang

Typologie einer zwanghaften Störung

Den Zwangshandlungen gehen meist Gedanken der Angst voraus, etwas könnte passieren, wenn die Handlung nicht durchgeführt wird. Zwangshandlungen ist die Wiederholung von immer wieder gleichen Handlungen. Diese Handlungen erfolgen aus einem intrinsischem starken Drang heraus, diese zu wiederholen. Dazu zählen beispielsweise die Kontaminierung durch Bakterien mit Wasch- und Putzzwang, Kontrollzwang, Zählen oder das repetitive Ordnen und Messen von Dingen. Obwohl Gedanken und Handlungen rational als übertrieben und krankhaft identifiziert werden können, stehen Emotionen wie Ekel oder gesteigerte Angst in Diskrepanz zum Ratio. Die aufkommenden Emotionen können nicht kontrolliert und werden dann doch gerechtfertigt.

Therapeutische Aspekte der Zwangsstörung

Neuroanatomisch sind Frontallappen, pgACC, Striatum, Thalamus und das Cingulum beteiligt. Es zeigt sich zu wenig Inhibition bei starker Exhibition. Erhöhte Aktivität im DMN sowie Hibeta, insbesondere rechts frontales Hibeta und Aktivität im Bereich des Cingulum mit erhöhten Hibeta (Hot midline), fördern selbstreferenzielle, repetitive Prozesse.

Im Sinne der triple netzwerk theory besteht eine Dysbalance zwischen DMN, Salience Network und Central Executive Network: Das DMN ist überaktiv, das Salience Network markiert Inhalte als bedrohlich oder belegt Gefühle mit Ekel oder Übelkeit, und das Central Executive Network im Frontallappen kann nicht ausreichend inhibitorisch eingreifen. Dadurch werden Zwangsgedanken und Zwangshandlungen aufrechterhalten.

Nützliche Informationen und Links zu Zwangsstörungen

Allgemeine Informationen zur Neurofeedback Behandlung findet Ihr auf unseren Seiten Wirksamkeit von Neurofeedback, Was ist Neurofeedback oder dem Überblich zu Neurofeedback im Artikel Die Vielfalt des Neurofeedback. Zudem bauen wir viele Themen in unseren Neurofeedback Behandlungsfeldern auf.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen,
Euer Brain-Care Team

Dein neuer Job als Neurofeedback Therapeut*in bei Brain-Care

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